„Endlich leben“

Shiatsu bei Verlusterfahrungen und Themen rund um das Lebensende


Alles Irdische ist endlich – wir wissen es und dennoch sind wir zutiefst erschüttert, wenn uns Liebgewonnenes genommen wird.

Jeder Verlust bedeutet Sterben, das heisst loslassen. Das tut weh. Auch wenn wir wissen, dass oft (erst) dadurch Neues möglich wird, können wir den Weg des Trauerns nicht überspringen. Erfahren wir darin Halt und Orientierung durch unsere Nächsten und oder durch Fachpersonen wächst das Vertrauen in den eigenen Wandlungsprozess, der immer auch ein Reifeprozess ist. Dieser führt uns tiefer ins Leben und entfacht eine nie dagewesene Lebendigkeit. 

Erfahren wir, dass alles endlich ist, leben wir endlich! 

Das heisst u.a., wir setzen neue Prioritäten und definieren ehrlicher, was uns wichtig ist. Sinnfragen beleuchten wir authentischer und setzen lang schwelende Träume mutig um. 

Menschsein heisst für mich: unsere körperliche wie unsere geistige Existenz anzuerkennen.

Das Endliche und das Ewige sind uns als zwei Wirklichkeiten eingeschrieben, sie gehören zu unserem Erfahrungsspielraum hier auf der Erde und prägen ihn. 

Im Shiatsu erleben wir das Zusammenspiel dieser verschiedenen Dimensionen hautnah! 

Der physische Körper wird berührt und damit auch das energetische Feld, das weder Zeit noch Raum kennt. Unsere Präsenz im Hier und Jetzt lässt uns das Vergängliche und das Ewige erleben. Damit verschwindet der Abgrund zwischen Leben und Tod und wir erfahren eine tiefe innere Geborgenheit, die über uns selbst hinausreicht. 

Dieses Wissen und unsere persönlichen Erfahrungen bilden eine wunderbare Basis, um Menschen in existenziellen Krisen kompetent mit Shiatsu zu begleiten. 

Auslöser für solche Krisen können schwerwiegende Verluste sein durch Tod oder Trennung, einschneidende Diagnosen, abrupte Kündigungen, Kränkungen im Arbeitsumfeld und traumatische Erlebnisse. Bei diesen Erfahrungen gilt es, sich einer neuen Wirklichkeit anzupassen – ein zutiefst herausfordernder Prozess, der jede Ebene des Menschen erschüttert. Wir sind ausgestattet mit der Fähigkeit, Herausforderungen zu meistern, wenn auch nicht alle Menschen über die gleiche Resilienz verfügen. 

Unsere eigene Auseinandersetzung und unsere Kompetenz in diesen Themen vermitteln Sicherheit. Diese ist essenziell und erlaubt unseren Klientinnen und Klienten, die tiefen Erschütterungen existenzieller Krisen zu durchlaufen, sich den schwierigen Gefühlen zuzuwenden und die Verbindung zu ihrem tiefsten ewigen Sein wieder zu finden.

 

Sterben und Tod

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Fragen rund ums Sterben und den Tod. Das ist grundsätzlich eine positive Entwicklung, die meines Erachtens auch im therapeutischen Kontext aufgegriffen werden sollte. Oftmals finden sie keine Ansprechperson für ihre Fragen und Ängste, was dazu führt, dass Vieles ungeklärt bleibt und erst dann aufbricht, wenn der Tod unausweichlich ist. 

Im Bereich Sterben und Tod sind wir alle aufgerufen die eigenen Grenzen zu definieren. Durch die medizinischen Möglichkeiten im Bereich der lebensrettenden und lebensverlängernden Massnahmen haben sich diese drastisch verschoben. Palliative Care, Organspende, assistierter Suizid, Nahtoderfahrungen, sind nur einige der Themen, die uns selbst und unsere Klientinnen und Klienten beschäftigen.

In der Fortbildung „Endlich leben“ wenden wir uns folgenden Themen zu: 

  • Verlust und damit einhergehende Dimensionen menschlichen Seins erkennen und unterstützen (es werden verschiedene Arten von Verlust thematisiert)
  • Aktuelle Themen rund ums Sterben und den Tod beleuchten, s. oben
  • Aspekte der Begleitung definieren: Trauer als gesunden, persönlichen und individuellen Prozess erkennen und unterstützen
  • Resilienz
  • Merkmale eines erschwerten Trauerprozesses definieren
  • Shiatsu in der Palliativen Begleitung
  • Praxisbezug und Raum für individuelle Themen und Austausch unter den Teilnehmenden

Datum: 

Kurs 1

Fr/Sa 11./12. Oktober 2019

Kurs 2 Fortsetzung

Fr/Sa 13./14. März 2020

Nach Absprache kann auch nur Teil 1 besucht werden. 

Zeiten: jeweils 10.00–13.00 Uhr und  14.00–16.30 Uhr

Kosten: pro Kurs CHF 450.00 / CHF 405.00 bei SGS A-Mitgliedschaft

Kurslokal: Herrengasse 30, Bern. Max. 14 Personen